Pfeffer – besser „am Stück“ als gemahlen.

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Mehr Piperin im ganzen Pfefferkorn

Pfeffer ist aus der hiesigen Küche kaum wegzudenken. Es verleiht Gerichten ein angenehmes würzig-scharfes Aroma. Zudem ist der Inhaltsstoff Piperin, der für die Schärfe sorgt, auf vielfältige Weise gesund. Die Qualität des Gewürzes wird also durch den Piperingehalt bestimmt, der bei gemahlenem Pfeffer allerdings häufig nur sehr gering ausfällt.  

Von Natur aus ist in getrockneten schwarzen Pfefferkörnern 5 – 10 % Piperin enthalten. Warum gemahlener Pfeffer viel geringere Mengen des Wirkstoffs enthält, liegt wohl genau an seinen gesunden Merkmalen – das „Wundermittel Piperin“ wirkt unter anderem entzündungshemmend und stimmungsaufhellend, regt Appetit und Verdauung an, hilft bei der Aufnahme anderer Nährstoffe. Schwarzer Pfeffer weist außerdem viele weitere positive Eigenschaften auf.

Die Lebensmittelindustrie hat daher den Wert des Piperins für sich entdeckt und vermarktet den isolierten Wirkstoff als Nahrungsergänzungsmittel. Um Piperin zu nutzen, wird es per Destillation aus Pfefferkörnern extrahiert und in Form von Kapseln, Pulver oder Flüssigextrakt verkauft – zum bis zu 70-fachen Preis von schwarzem Pfeffer! 

Die übrig bleibenden, dem Piperin beraubten Pfefferkörner dürfen zwar nicht mehr als Pfeffer in den Handel gebracht werden. Zerkleinert lassen sich die Extraktionreste jedoch nicht von gemahlenem Pfeffer unterscheiden, sodass sie verwendet werden, um Pfeffer zu strecken. Das kann den geringen Piperingehalt mancher in Deutschland erhältlichen Produkte erklären – oft nur knapp über 2 %! 

In Österreich wird dieser Praxis ein Riegel vorgeschoben, indem nur Pfeffer mit mindestens 3,5% Piperin verkauft werden darf. Die Lebensmittelindustrie verdient durch die Piperinextraktion doppelt an jedem Pfefferkorn. Gleichzeitig besitzt gemahlener Pfeffer oft nur noch einen Teil seines natürlichen Piperins und damit seiner gesunden Wirkung. 

Ungemahlene Pfefferkörner enthalten dagegen die natürliche Piperinmenge. Bei der Entscheidung für Pfefferkörner kommt als gutes Argument hinzu, dass Schärfe und Aroma gemahlenen Pfeffers viel schneller verfliegen als bei Pfeffer, der frisch gemahlen wird – zum Beispiel in einer unserer Pfeffermühlen.

Statt Piperin als Nahrungsergänzungsmittel zu überhöhten Preisen zu kaufen, lohnt es sich, zu hochwertigem, ungemahlenem Bio-Pfeffer wie unserem schwarzem Pfeffer, Tellicherry-Pfeffer, grünem Pfeffer oder weißem Pfeffer zu greifen und gleichzeitig das volle Aroma dieses einizgartigen Gewürzes zu genießen.

Guten Appetit!

Tellicherry Pfeffer Bio 180g

13,90  inkl. MwSt.

Tellicherry-Pfeffer ist ein großkörniger Spätlesepfeffer aus Indien mit einem hohen Anteil ätherischer Öle und komplexen Aromen von nussig bis zitronig.

334 vorrätig

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Mehr erfahren über die Tricks der Lebensmittelindustrie

Übrigens: In der Sendereihe besser/esser deckt Produktdesigner Sebastian Lege nicht nur die Zusammenhänge des geringen Piperingehalts von gemahlenem Pfeffer und Piperin als Nahrungsergänzungsmittel auf, sondern auch viele andere Tricks der Lebensmittelindustrie.