Aufmerksamkeit

Aufmerksamkeit PfefferZum Jahresende bekam ich einen Zettel zugesteckt, auf dem stand: “Schenkt Aufmerksamkeit, denn die kann man nicht umtauschen.”

Es war eine Anspielung auf den jährlichen Weihnachtseinkaufsstress. Wie wahr! Gerade ist mir ein Artikel über eine so genannte Aufmerksamkeitsökonomie untergekommen. Der Autor Georg Franck schreibt in seinem Buch Ökonomie der Aufmerksamkeit, dass Aufmerksamkeit von anderen die unwiderstehlichste aller Drogen sei und dass das Bekommen selbiger jegliches anderes Einkommen aussticht. Ruhm stehe deshalb über der Macht und Reichtum unterliegt der Prominenz. Ich komme auf diese Gedanken, weil es in unserer Mediengesellschaft nie schwieriger war, Aufmerksamkeit von anderen zu bekommen. Es gibt von allem zu viel – auch von gutem Pfeffer und gutem Salz – und die Zeit ist begrenzt. Wir denken uns immer fantastischere Ideen aus, wie wir die Aufmerksamkeit anderer auf uns lenken und sie ein kleines bisschen halten können. 

Homo Quaerens

Ein verzweifeltesLiebt uns, ihr Kunden! können wir in allen möglichen Blogs und Onlineshops finden. Denn Aufmerksamkeit ist eine ökonomische Größe, die man in bare Münze umrechnen kann. Jedoch hat uns der Autor Sven Hillenkamp in seinem Buch Das Ende der Liebe diesen Zahn gezogen. Wir sind zu Homo Quaerens geworden. Ewig Suchende nach Besserem und Schönerem. Und weil wir in Gedanken jederzeit im Google-Suchmodus sind und weil wir selbstverständlich alle nur das Beste anbieten und alles dafür tun, damit ihr Kunden, ihr potenziellen Partner und Arbeitgeber dies auch wahrnehmt, ist auch der beste Pfeffer der Welt morgen schon ein anderer.

 

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