Herkunft von Zimt

Köhler’s Medizinal-Pflanzen 1887

Zimt (Cinnamomum verum) wird aus der Rinde von Zimtbäumen gewonnen. Sie gehören zur Familie der Lorbeergewächse. Zimt stammt ursprünglich aus Sri Lanka, dem früheren Ceylon, woher auch der Name Ceylon-Zimt kommt. Heute wird er auch in Indien, Indonesien, Madagaskar aber auch in Mittelamerika und Brasilien angebaut.

Unseren Zimt beziehen wir von der Insel Sansibar vor der Küste Tansanias. Es gibt über 200 verschiedene Zimtarten. Davon werden aber nur drei zur Zimtgewinnung genutzt, nämlich neben dem Ceylon-Zimt der Padang-Zimt und der Cassia-Zimt.

Ceylon-Zimt wird in Zimt-Gärten angebaut und strauchartig kultiviert. Die Zimtbauern schneiden alle zwei Jahre etwa zwei Meter lange jungen Triebe der schnellwüchsigen Bäume ab, schlitzen die Rinde wird und ziehen sie vom Holz ab. Anschließend wird die dicke äußere Primärrinde abgeschabt, so dass am Ende hauchdünne Innenrinden übrig bleiben. Aus ihnen werden die Zimtstangen gewonnen. Diese werden zu Quills geschichtet und ineinander geschoben und anschließend getrocknet. Während der Trocknung rollt sich die Rinde ein und nimmt die typische zimtbraune Farbe an. Die Quills werden anschließend auf etwa 10 cm zurecht geschnitten und ergeben den bekannten Stangenzimt.

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