Herkunft von Salz

Ob Meersalz, Siedesalz oder Steinsalz: unser Koch- und Speisesalz ist weltweit verbreitet und hat seinen Ursprung unabhängig von der Art der Gewinnung in unseren Meeren. Regenwasser löst Natriumchlorid aus Gesteinen heraus und transportiert es über Flüsse in die Meere, wo es sich seit seit Jahrmillionen aufkonzentriert. Die Salzgehalte sind dabei sehr unterschiedlich: die Ostsee enthält im Finnischen Meerbusen nur 0,1%, an der deutschen Ostseeküste bereits 1% und am Skagerak bereits 2% Salz. Die Nordsee weist eine Konzentration von 3% und der Atlantische und Pazifische Ozean etwa 3.5% Salz auf. Es gibt drei Verfahren, Koch- und Speisesalz zu gewinnen.

Gewinnung von Meersalz

Dabei lässt man das Wasser in sogenannten von Hand bewirtschafteten Salzgärten oder Meeressalinen verdunsten. Die Erntebecken liegen in flachen Gezeitenzonen auf Tonböden. Hier kann das Meersalz auskristallisieren. Dabei entsteht Meersalz, Fleur de Sel, Flor de Sal. Bekannt sind Meersalze aus dem Mittelmeerraum und der französischen Atlantikküste.

Salzkristalle bestehen zu 95% aus Natriumchlorid

Gewinnung von Siedesalz (Solische Gewinnung)

Salinesalz oder auch Siedesalz wird aus voll gesättigter Sole gewonnen mit einem Gehalt an Natriumchlorid (NaCl) von 26 %. Die Gewinnung erfolgt in sogenannten Kavernen. In den Salzstock wird eine Bohrung in die Tiefe getrieben, in welche Süßwasser eingebracht wird. Das Salz löst sich im Wasser und es bildet sich die Rohsole. Diese wird nach oben gepumpt und in Pfannen oder Verdampfungsbehälter geführt. Dort wird die Sole erhitzt und eingedampft. Auf der Wasseroberfläche kristallisiert dann das Siedesalz aus und wird ähnlich wie bei der Gewinnung von Meersalz abgeschöpft. Anschließend wird es getrocknet, zermahlen und abgefüllt. Hier finden Sie einen Beitrag zur Saline in Halle, aus der wir unser Siedesalz beziehen.

Gewinnung von Steinsalz (Bergmännische Gewinnung)

Steinsalz ist ein Sediment, welches nach dem Verdunsten eines Meeres als mächtige Sedimentschicht übrig bleibt. Bei uns in Deutschland haben wir sehr großflächige Vorkommen in Mitteldeutschland und Niedersachsen, welche die Sedimente des einstigen Tethysmeeres sind. Steinsalz wird unter Tage und in großen Brocken gefördert – daher der Name.

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