Herkunft von Pfeffer

Bild von Franz Eugen Köhler, Köhler’s Medizinal-Pflanzen

Schwarzer Pfeffer (Piper nigrum) gehört zur Familie der Pfeffergewächse. Diese wachsen hauptsächlich in den Tropen. Es gibt etwa 2.000 Pfefferarten weltweit. Neben dem schwarzen Pfeffer gehören auch der Kubeben-Pfeffer (Piper cubeba), der Lange Pfeffer (Piper longum) und der Betelpfeffer (Piper belle) dazu. Der Echte oder Schwarze Pfeffer (Piper nigrum) kommt ursprünglich aus den Monsunwäldern Südindiens. Von dort beziehen wir unseren traditionell angebauten Malabar-Pfeffer und den Tellicherry. Szechuanpfeffer oder auch der Rosa Pfeffer, den wir aus Gewürzmischungen kennen, gehören übrigens nicht zu den Pfefferarten. Im folgenden Reportage erfahren Sie mehr über die Geschichte des indischen Pfeffers.

Bereits während der Ausbreitung des Hinduismus vor mehr als tausend Jahren breitete sich Pfeffer als Kulturpflanze in ganz Südostasien aus. Er wurde zum Beispiel als Sarawak-Pfeffer in Malaysia und Indonesien oder als Kampot-Pfeffer in Kambodscha kultiviert. Für die europäischen Kolonialmächte bekam er im späten Mittelalter als wichtiges Handelsgut eine besondere Bedeutung. Die wichtigsten Anbauländer von Pfeffer sind heute Vietnam, Indonesien, Indien, Brasilien und Malaysia. Sie produzieren zusammen insgesamt etwa 200.000 Tonnen Pfeffer pro Jahr.

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