DDR Pfeffertüte macht nachdenklich

Pfeffertüte DDR

Pfeffertüte DDR

Die Mauer steht seit einem Vierteljahrhundert nicht mehr und so lange habe ich diese Pfeffertüte auch nicht mehr gesehen. Aber sofort wiedererkannt. Gemahlener Pfeffer, wahrscheinlich aus dem Bruderland Vietnam und abgefüllt in  der Konsum Gewürzmühle Schönbrunn bei Hildburghausen im schönen Thüringer Wald. Gleich mal nachgeschaut: dort steht heute das größte Werk der Fuchs-Gruppe (Ostmann, Ubena, Fuchs, Wagner) und es gibt ein Gewürzmuseum.

Die 20 Gramm kosteten damals 48 Pfennige – für einen 200 Gramm Jahresvorrat, wie wir ihn hier im Shop anbieten, hätte man also 4,80 DDR-Mark berappen müssen. Die DDR-Mark wurde 1990 halbiert und die D-Mark 2001 nochmals auf 50 € Cent halbiert. Die 200 Gramm waren also damals etwa 1,20 € wert.

Heute kosten 200 Gramm Devamunda bei uns 12 €, also das 10-fache! Wie kann das sein? Klar ist, dass  er mindestens drei Mal besser schmeckt. Der Rest setzt sich durch Teuerungsrate, Inflation, Biosiegel und die zunehmende Komplexität der Wertschöpfungsketten zusammen.

Welche Währung nach dem von vielen Seiten prognostizierten €-Crash kommen wird ist ungewiss. Sicher ist aber, dass Pfeffer auch heute noch eine stabile Anlage ist, wie diese schöne Geschichte es beschreibt.

Quod erat demonstrandum.

Foto: Ralf Roletschek, Lizenz: CC-by-sa

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